Natur und Ort im Osterzgebirge

 

 

Print Friendly, PDF & Email

Die auf steilem Felsen aus rotem Muskowitgneis am rechten Muldenufer liegende Burg Rechenberg wurde zum Schutze der Handelsstraße Freiberg-Dux (heute Duchcov) vermutlich schon Anfang des 13. Jh. erbaut. Sie gehörte einem Vasallen der Herren von Riesenburg beim böhmischen Ossegg (Osek), auf die auch das Wappensymbol des Heurechens zurückgeht. Eine erste Erwähnung ist auf das Jahr 1270 datiert, als ein Heinrich von Rechenberg in einer Urkunde auftaucht. Ursprünglich war die Burg mit ihren drei Kernen sowie mit einer Länge von über 150 m und einer Breite von 70 m eine der größten mittelalterlichen Wehranlagen des Erzgebirges; allerdings ist wohl die kleine Steinburg auf dem vordersten Felsriff erst nach dem Verfall des östlichen Teils geschaffen worden. 1398 erwarben die Markgrafen von Meißen die Herrschaft Riesenburg. Ab 1459 verblieb dann Rechenberg endgültig bei Sachsen. Nach dem bereits im 17. Jh. beginnenden Verfall kam es schließlich um 1808 zum Abbruch der Anlage. Heute gibt es nur noch geringe Mauerrückstände. - Das einst durch die Flößerei sowie den Forellenfang für den Dresdner Hof bekannt Dorf Rechenberg und das deutlich jüngere, aus der Sägemühle 1880 entstandene Bienenmühle vereinigten sich 1925 zur Gemeinde Rechenberg-Bienenmühle, die inkl. der 1994 eingemeindeten Dörfer Clausnitz und Holzhau 2.200 Einwohner hat.

Quelle: Sächsischer Wanderführer Teil 3, Osterzgebirge, Chemnitzer Verlag 2009

Von Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=11692497

Print Friendly, PDF & Email